McKenzie Konzept - Kursreihe des McKenzie-Instituts Deutschland/Schweiz/Österreich

McKenzie-Konzept Alle McKenzie Kurse werden von der IFK als Rückenschul-Refresher-Kurs anerkannt!

Die Philosophie des McKenzie Konzepts „Mechanische Diagnose und Therapie“ ist die einer aktiven Selbstbehandlung von Patienten. Es betont sowohl Intervention als auch Prävention und ermöglicht Patienten Selbstkontrolle und Selbstverantwortung über ihre Beschwerden zu erlangen.
Das McKenzie Konzept ist eines der am besten erforschten Diagnose- und Therapiekonzepte weltweit. Viele wissenschaftliche Studien untersuchten das McKenzie Konzept auf seine diagnostische, therapeutische und prognostische Stärke und bestätigten seine hohe Reliabilität und Kosteneffizienz.
Untersuchung und Behandlung sind einfach erlernbar und logisch aufgebaut.
Die Befundaufnahme basiert in der Anamnese hauptsächlich auf dem Schmerzverhalten der Patienten im Alltag und legt in der physischen Untersuchung großen Wert auf repetierte Belastungstests. Sie folgt einem definierten Algorithmus und führt zu einer sicheren Klassifikation von Subgruppen von Wirbelsäulen- und Extremitätenbeschwerden. Der Kliniker leitet aus dieser Klassifikation klar definierte Behandlungskonzeptionen ab. Außerdem kann er eine Prognose stellen, welche Patienten von dieser Art Therapie profitieren werden und für welche sie nicht indiziert ist.
Die Behandlung basiert auf Patientenedukation und aktiven Selbstbehandlungsstrategien. Primäres Ziel ist immer, dass Patientinnen und Patienten lernen, durch aktive Selbstbehandlung Schmerzen zu reduzieren und die Alltagsfunktionen wieder zurück zu gewinnen. Dabei sollen sie größtmögliche Unabhängigkeit erlangen. Stagniert die Verbesserung der Beschwerden, legt der Therapeut auch die Hände an und wendet passive manuelle Therapie an.
Die Kursreihe „McKenzie - Mechanischen Diagnose und Therapie (MDT)“ für PhysiotherapeutInnen und ÄrztInnen ist logisch aufgebaut und geht gezielt einzelne Körperabschnitte an: Lendenwirbelsäule, Halswirbelsäule / Brustwirbelsäule, Extremitäten. Die einzelnen Kursmodule sind vier Tage lang und sehr praxisorientiert. Der Unterricht ermöglicht es den Teilnehmenden, das Gelernte sofort in die Praxis umzusetzen.
Eckpfeiler in jedem Kurs bilden die Themen Diagnose/Differentialdiagnose, Management/Behandlung, Kommunikation, Prognose und Prophylaxe. Die Instruktoren vermitteln die Kursinhalte durch Vorlesungen, Fallbeispiele, praktische Arbeit und vor allem durch Live-Demonstration an Patienten.
Das Ausbildungsprogramm ist international anerkannt und standardisiert- Es ermöglicht, die Module der Kursreihe in verschiedenen Ländern in Europa, USA, Kanada, Asien, Südamerika, Australien und Neuseeland zu absolvieren.


McKenzie Kurs Teil A – Die Lendenwirbelsäule:
Lernziele
Dieser Kurs vermittelt die Grundlagen des McKenzie Konzepts. Die Teilnehmer erlernen die Untersuchungs- und Behandlungsprinzipien für die LWS, insbesondere die Anwendung von repetierten Belastungstests.
Ihre Untersuchung wird sicherer und schneller. Sie können LWS-PatientInnen zuverlässig und praxisbezogen in klinische Untergruppen einteilen und die Prognose stellen, welche PatientInnen von mechanischer Therapie profitieren werden und für welche sie nicht indiziert ist. Daraus leiten sie dann die effektivste Behandlung ab. Sie erkennen, dass vielen Bandscheibenbeschwerden mit einfachen Mitteln beizukommen ist.
Kursinhalte
Die Dozenten führen Sie in die klinisch relevante Pathophysiologie der LWS ein. Sie erlernen die Grundlagen zur Untersuchung der LWS mit Betonung der repetierten Belastungstests. Sie können PatientInnen in die von McKenzie definierten klinischen Gruppen - Haltungs-, Dysfunktions- und Derangementsyndrom – einteilen. Das Wissen um die Bedeutung von Peripheralisation und Zentralisation verbessert Ihre Diagnose- und Prognosestellung.
Sie erfahren Erkenntnisse der evidenzbasierten Untersuchung und Behandlung aus der aktuellen wissenschaftlichen Literatur und lernen deren Stellenwert einzuschätzen.
Die Teilnehmenden lernen, für PatientInnen ein individuelles, dem klinischen Bild entsprechendes Selbstbehandlungsprogramm fachtechnisch und methodisch korrekt zu planen. Sie können dieses Programm verständlich instruieren und wenden gegebenenfalls einfache manuelle Techniken an. Sie erfahren, wie Sie PatientInnen in ihrer Selbstverantwortung und Selbstkompetenz unterstützen können.
Unterrichtsmethoden
Vorlesungen, Fallbeispiele, praktisches Arbeiten und vor allem auch Demonstrationen von „Live-PatientInnen“ durch die Kursleitung, um Möglichkeiten und Stärke, aber auch Grenzen des Konzepts aufzuzeigen.
4 UE à 60 Minuten Selbststudium


McKenzie Kurs Teil B – Die Hals- und Brustwirbelsäule:
Lernziele
Die Teilnehmenden können Patienten mit Problemen der HWS und BWS nach den Prinzipien von McKenzie untersuchen, in klinisch relevante Subgruppen einteilen und dem klinischen Bild entsprechend logisch und sicher behandeln. Sie übertragen die Prinzipien für die Behandlung von cervikalen Kopfschmerzen und in das Management von Patienten nach Schleudertrauma.
Kursinhalte
Sie vertiefen die Grundlagen aus dem LWS-Kurs und lernen, das Konzept auf HWS und BWS zu übertragen.
Eckpfeiler bilden wiederum die Themen Diagnose, Differentialdiagnose , Einteilung in klinische Subgruppen, Management, Kommunikation, Prognose und Prophylaxe.
In der Behandlung lernen Sie sowohl, die relevanten Selbstbehandlungsübungen wirksam zu instruieren, wie auch praktikable manuelle Techniken an der HWS und BWS fachtechnisch korrekt anzuwenden. Weitere Themen sind Schwindel, Schleudertrauma und die Untersuchung und Behandlung von cervikalen Kopfschmerzen. Sie werden zudem Gelegenheit haben, Ihre Erfahrungen mit dem Konzept bei LWS-PatientInnen zu diskutieren.
Relevante aktuelle Erkenntnisse aus der wissenschaftlichen Literatur unterstützen die vermittelten Kursinhalte.
Unterrichtsmethoden
Die Methodik folgt der aus dem LWS-Kurs. Die Dozenten untersuchen und behandeln PatientInnen mit HWS- und BWS-Problematiken.
Teilnahmevoraussetzung: absolvierter Kursteil A bei einem international anerkannten Instruktor des McKenzie Konzepts.
4 UE à 60 Minuten Selbststudium


McKenzie Kurs Teil C - LWS 2 und Untere Extremität
Lernziele
Die Teilnehmenden vertiefen ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten bezüglich Untersuchung und Behandlung mit dem McKenzie Konzept bei Patienten mit lumbalen Beschwerden.
Sie identifizieren und korrigieren häufig gemachte Fehler. Sie diskutieren Probleme in der Untersuchung und Behandlung von Patienten mit Wirbelsäulenproblemen und werden sicherer bezüglich Progression und Anwendung von Techniken.
Sie sind in der Lage definierte klinische Bilder differentialdiagnostisch gegeneinander abzugrenzen.
Sie übertragen die Prinzipien auf muskuloskelettale Beschwerden der unteren Extremität und wenden die Untersuchungs- und Behandlungsstrategien patientengerecht an.
Kursinhalte
?ISG: Diagnose und Therapie (Palpationstests versus Schmerzreproduktionstests)
?Differentialdiagnose Ischialgie (Prolaps, Derangement, Adhärente Nervenwurzel)
? Spinalkanalstenose
? Updates der wissenschaftlichen Literatur zu den Kursinhalten
? Klinische Mustererkennung durch die Analyse von Fallbeispielen
? Probleme in der Befundanalyse und Behandlungsprogression
? Transfer der McKenzie-Prinzipien auf periphere Gelenkstörungen der unteren Extremität
? Anamnese und klinische Untersuchung peripherer Gelenke
? Einteilung peripherer Gelenksstörungen in klinische Subgruppen
? Tendinose versus Tendinitis
? Management von häufig auftretenden peripheren Gelenksstörungen – unter anderem Achillessehnen-tendinosen, Patellafemorale Schmerzen
? Untersuchung und Behandlung von Patienten durch die Kursleitung
Unterrichtsmethoden
Die Methodik folgt der aus den Teilen A und B. Die Dozenten untersuchen und behandeln LWS-PatientInnen und Patienten mit Beschwerden an der unteren Extremität.
Teilnahmevoraussetzung: absolvierter Kursteil A bei einem international anerkannten Instruktor des McKenzie Konzepts.
4 UE à 60 Minuten Selbststudium


McKenzie Kurs Teil D - HWS 2 und Obere Extremität
Die Teilnehmer gehen in diesem Kurs unter anderem die obere HWS noch genauer durch. Sie lernen die relevanten Instabilitätstests und spezifische Therapeutenverfahren für die HWS. Sie erfahren mehr über komplexe Pathologien der gesamten Wirbelsäule, die in der täglichen Praxis immer wieder zu Problemen führen. Dazu gehören auch chronische Schmerzen und psychosoziale Problemstellungen. Die Teilnehmer steigern durch diesen Kurs ihr Befund- und Behandlungstempo und werden damit noch effektiver.
Tag drei und vier stehen im Zeichen der oberen Extremität. Die Teilnehmer übertragen die MDT- Syndrome auf die obere Extremität. Die Instruktoren zeigen anhand von „Live-Patienten“ wie effektiv die MDT Diagnostik und Therapie auch an den Gelenken ist. Dieses Seminar ist der entscheidende Baustein zum professionellen Umgang mit Wirbelsäulen- und Extremitätenpatienten.
Außerdem ist es Voraussetzung für die international anerkannte Prüfung – das Credentialling Examen.
Unterrichtsmethoden
Die Methodik folgt der aus den Teilen A, B und C. Die Dozenten untersuchen und behandeln HWS-PatientInnen und Patienten mit Beschwerden an der oberen Extremität.
Teilnahmevoraussetzung: Absolvierte Kurse A - C bei einem international anerkannten Instruktor des McKenzie Konzepts.
4 UE à 60 Minuten Selbststudium






VoraussetzungenArzt/Ärztin, Physiotherapeut/in
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McKenzie-Konzept Teil A LWS

KursortFobiZe Bremen
TerminMo. 18.10.21 - Do. 21.10.21
Kursgebühr487,50 EUR

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